ORTE DER DEMOKRATIEGESCHICHTE
Grippel
Bäuerlicher Widerstand mit Mut, Kreativität und Beton
Zwischen 1995 und 2011 rollten 13 Castortransporte mit hochradioaktiven Abfällen ins Gorlebener Zwischenlager. Immer mehr Menschen beteiligten sich an den Protesten. Die Fahrten dauerten jedes Mal länger, die Aktionen wurden immer mutiger und kreativer. Als besonders effektiv erwiesen sich Betonpyramiden, mit denen sich Demonstrierende auf Straßen oder Gleisen festketteten. Beim 11. Transport im November 2008 hatten Aktivisten die Technik so perfektioniert, dass sich der Atommüll-Konvoi um fast einen Tag verzögerte. In der Ortschaft Grippel wurde die Strecke von Mitgliedern der Bäuerlichen Notgemeinschaft blockiert, die jeweils mit einem Arm in zwei Betonpyramiden steckten. Erst nach elf Stunden gelang es der Polizei, die sieben Männer und eine Frau unverletzt zu befreien. Endgültig gestoppt werden konnten die Transporte nicht. Noch immer stehen 113 Castorbehälter im Gorlebener Zwischenlager, das eigentlich nur für 40 Jahre genehmigt ist. Ein Endlager wird aber erst Ende des Jahrhunderts zur Verfügung stehen.
-Kreuzung Süd/Nord Strecke. Es sind noch knapp 7,5 km zum Zwischenlager
-einer der zahlreichen Strassenblockaden
-Bauer….. hat während der Blockade für die Demonstranten Suppe und Brötchen gereicht
-der geklaute Ticker der TAZ. Einiges zu Grippel und Hitzacker ….auch Thomas Stärk https://taz.de/Castor-Ticker-vom-27112011/!5106607/