Versammlung vor den
Trebeler Bauernstuben im Mai 1980, Foto: Otto Kiehn
Versammlung vor den Trebeler Bauernstuben im Mai 1980, Foto: Otto Kiehn

Treffpunkt, Diskussionsforum und gelebte Basisdemokratie

Im Januar 1978 fand in den Trebeler Bauernstuben ein Treffen zwischen einheimischen und auswärtigen Anti-Atom-Initiativen statt. Man wollte sich auf den Tag X vorbereiten – den Beginn der Probebohrungen für das in Gorleben geplante Nukleare Entsorgungszentrum. Es war das erste von zahlreichen „Trebeler Treffen“, auf denen viele Jahre lang über die Bedingungen gemeinsamer Widerstandsaktionen debattiert und heftig gestritten wurde. Am Ende einigte man sich auf das Konzept des zivilen Ungehorsams und der Gewaltfreiheit – ein Konsens, um den immer wieder neu gerungen wurde.

So entwickelten sich die Trebeler Treffen zu einem wichtigen Diskussionsforum der Anti-Atom-Bewegung. Hier wurden nicht nur große Aktionen wie der Hannover-Treck, die Besetzung der Bohrstelle 1004 oder die Castor-Blockaden koordiniert, sondern in einem basisdemokratischen Prozess ein Widerstandkonzept mit gemeinsamen Regeln ausgehandelt und damit der Grundstein für den Erfolg der wendländischen Protestbewegung gelegt.

Hier wurde auch gefeiert, zum Beispiel 1992:

-nach jedem Castor Transport fand dort die abschliessende Pressekonferenz statt

-viele Feste, Jubiläen wurden gefeiert (Ball Pompös 1992)

-Gespräche mit Politikern

-Paschke – Bartolomäus Geschichte Übernahme

Mahnstein an Politiker, 1985
Mahnstein an Politiker, 1985
Bauernstuben während des Castors, März 2001
Bauernstuben während des Castors, März 2001
Mitgliederversammlung der BI, März 2008
Mitgliederversammlung der BI, März 2008
Trebeler Bauernstuben 2005
Trebeler Bauernstuben 2005
"Ball Pompoes", 1992
"Ball Pompoes", 1992
Pressekonferenz nach dem Castortransport im März 2001
Pressekonferenz nach dem Castortransport im März 2001
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